Samstag, 23. Oktober 2010

Neuland in der Hemmernbodenhöhle (Tauplitzalm)

Im Rahmen des Forschungsprojektes Tauplitzalm, wurden in diesem Jahr bereits mehrere Touren in die seit den 1970er-Jahren bekannte Hemmernbodenhöhle unternommen. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Höhle zeitweise sehr stark bewettert ist und somit einen potentiellen Zustieg zur gesuchten Tauplitzhöhle darstellen könnte.
Mit Treibkeilen gelang es Ende September einen Klemmblock aus einer Engstelle zu entfernen. Dahinter konnte dann etwa 25 m weit bis zu einem weiteren sperrenden Block vorgedrungen werden. Am 21.10.2010 gingen Heidrun André, sowie Robert und Sebastian Seebacher daran, dieses Hindernis zu überwinden. Da der relativ große Block sehr brüchig war, gelang es rasch diesen zu zerlegen und weiter vorzudringen. Leider stoppte nach nur wenigen Metern ein neuerliches Hindernis den Vorstoß - diesmal ein Lehmsiphon.
Vorerst gelang es nicht das neuerliche Hindernis zu überwinden, da auch hier ein großer massiver Felsblock den Weg versperrt. Die kräftige Wetterführung lässt aber weiters hoffen.

Mittwoch, 1. September 2010

Erfolgreiches Forscherlager "Sub-Glacies III" am Dachstein

Von 21. bis 27. August 2010 fand bereits zum dritten Mal das VHO-Forscherlager am Dachstein-Südrand im Bereich des Hallstätter-Gletschers statt. Als Stützpunkt des Folas "Sub-Glacies III" diente abermals die Seethaler-Hütte auf 2740 m Seehöhe.
An der Forscherwoche waren folgende Personen beteiligt:
Heidrun André, Ernest Geyer, Andreas Glitzner, Peter Jeutter, Sebastian Kogler, Neil Pacey, Franz Schmidt und Robert Seebacher. Tagesgäste: Marcel und Robin Jeutter sowie Monika Steinberger. Am Beginn der Expedition stand die Erforschung einer neuen Höhle im Bereich des zentralen Wandbereiches unterhalb der Dachstein-Schulter auf dem Programm.
Der markante, 10 m hohe Canyoneingang wurde bereits vor zwei Jahren gesichtet und als besonders interessant eingestuft. Die Höhle ist nur über einen sehr aufwändigen Weg erreichbar. Zuerst muss über den Klettersteig der Dachstein-Schulter 150 Höhenmeter aufgestiegen werden. Von dort wurde eine mehr als 200 m lange Abseilpiste in der an dieser Stelle über 700 m hohen Wand eingerichtet.
Der Eingang zum Eiskristall-Canyon (1543/213) liegt auf 2751 m Seehöhe oberhalb eines ausgeprägten Bändersystems und ist die bisher höchstgelegene Höhle in diesem Bereich. Die Höhle führt als meist großräumiger, von Schachtstufen unterbrochener Canyon in den Berg. Besonders beeindruckend ist der 100 m tiefe Titanic-Schacht, welcher eine über 60 m hohe Eissäule aufweist. Der Schacht mündet auf einer Seehöhe von 2600 m in einen versturzgeprägten, sehr großen Raum. Ein schwieriger Aufstieg erschloss einen weiter in Richtung Norden ziehenden Höhlenteil mit beeindruckenden Rauhreifgebilden, dem Palast der Eiskönigin.
Die tiefen Teile des Eiskristall-Canyons nähern sich dem Voodoo-Canyon auf etwa 90 m. Eine Verbindung konnte jedoch vorerst nicht nachgewiesen werden.
In nur drei Forschungstagen gelang es diese Höhle auf 609 m Länge bei einer Niveaudifferenz von 186 m zu erforschen und zu vermessen. Somit ist der Eiskristall-Canyon die höchstgelegene Großhöhle Österreichs.
Die bereits in den 1970er Jahren von Dr. Arthur Spiegler auf 30 m Länge befahrene Prusikhöhle (1543/68) in der Schneebergwand war ebenfalls Ziel einer ausgedehnten Forschungstour. Der lange Zustieg erfolgte über den Hallstätter-Gletscher, die Steiner-Scharte und den Gosau-Gletscher. Der Eingang liegt etwa 100 m über dem Wandfuß und war nur in schwieriger Kletterei erreichbar. Auch diese Höhle weist sehr große Gang- und Hallenpassagen auf. Leider endet der steil in die Tiefe ziehende Hauptgang an einem massiven Versturz. Die Höhle konnte auf 244 m Länge und 89 m Tiefe erforscht und vermessen werden. Eine sehr lange Forschungstour führte schließlich auch noch in den Voodoo-Cayon (1543/225). Dort gelang es eine große, stark bewetterte Fortsetzung zu entdecken. Ein Canyon mit bis zu 10 m Breite und 40 m Höhe führt vom Gletscherdom (Motivhalle) in Richtung Norden. Ein auf 2500 m Seehöhe gelegener, 100 m langer, schöner phreatischer Gang konnte dort auch noch vermessen werden. Insgesamt erbrachte diese Tour 350 m Neuland wodurch sich für den Voodoo-Canyon eine neue vermessene Gesamtlänge von 1854 m ergibt. Geländeerkundungen im Bereich des Hallstätter-Gletschers, des Gjaidsteines und des Taubenkogels rundeten die Forschungsarbeiten ab.
Obwohl an mehreren Tagen nur mit einem Forschungs- und Vermessungsteam gearbeitet werden konnte gelang es wieder mehr als 1,2 km neue Höhlenteile in 3 verschiedenen Höhlen zu vermessen und zu dokumentieren. Am Vormittag des letzten Forschungstages stürzte ein 11-jähriges Mädchen aus den Niederlanden unweit der Seethaler-Hütte in eine Gletscherspalte. Hier war die Anwesenheit des Forschungsteams ein Glücksfall und es gelang gemeinsam mit dem Hüttenwirt und einem Alpinpolizisten innerhalb von nur etwa 10 Minuten das Mädchen zu bergen. Das Kind war von einer Schneebrücke in 8 m Tiefe aufgefangen worden und überstand den Absturz nahezu unverletzt. Dank:
Wir wurden bei der Durchführung des Forscherlagers wieder von vielen Personen sehr freundlich unterstützt. Spezieller Dank gebührt Herrn Karl Höflehner von den Planai-Hochwurzen-Bahnen für den kostenlosen Personen- und Materialtransport mit der Dachstein-Seilbahn, sowie dem Hüttenwirt Wilfried Schrempf und seinem Personal für die Duldung der schmutzigen Höhlenforscher in seiner Hütte, die ausgezeichnete Verpflegung und die Unterstützung beim Materialtransport.

Dienstag, 29. Juni 2010

Neuland in über 500 m Tiefe im Ozonloch (DÖF-Sonnenleiter-Höhlensystem)

Von 25. bis 27. Juni 2010 unternahmen Peter Jeutter und Robert Seebacher eine lange Forschungstour ins DÖF-Sonnenleiter-Höhlensystem. Dabei wurde vom höchsten Eingang des Systems bei 1995 m Seehöhe (Höhlenteil Ozonloch) am Abend des 25. Juni bis zu einem Biwak in 462 m Tiefe abgestiegen. Trotz der noch reichlich vorhandenen Schneefelder war der Abstieg durch die fossilen Schächte und Gänge relativ trocken und dem entsprechend unproblematisch. Im sehr großen Gangabschnitt „Welcome to the machine“ und im „Neobisiumschacht“ wurden einige Fotos angefertigt. Vom Biwak erfolgte dann am nächsten Tag der Abstieg bis auf 540 m Tiefe, wo jenseits einer breiten Schachtstufe eine Fortsetzung vermutet wurde. Mittels Akku-Bohrhammer gelang es rasch eine steile Rampe zu erreichen, welche dann relativ unschwer tatsächlich zu der Fortsetzung führte.
Ein schöner, stark bewetterter Gang (MX5-Gang) mit 2-4 m Höhe und 1-3 m Breite führte uns bald zu zwei Schächten. Beide brechen in die bereits bekannte, etwa 30 m tiefer liegende Etage des Traglbaches ab, welcher dröhnend und donnernd in einem noch unerforschten Schacht bei -591 m verschwindet. Es gelang aber beide Schächte, teils mit Seilhilfe zu queren und in einen geräumigen, in Richtung Süden ziehenden Canyon zu gelangen. Dieser fossile Canyon ist deutlich bewettert und führt über zahlreiche, kletterbare Stufen nach oben. An einer in freier Kletterei unüberwindlichen Canyonstufe musste der Vorstoß in 506 m Tiefe abgebrochen werden.
Zahlreiche, teilweise stark bewetterte Fortsetzungen konnten im Zuge dieser Tour nicht weiter verfolgt werden und warten in diesem neu erschlossenen Gangsystem noch auf ihre Dokumentation. Alles in allem erbrachte diese 46-stündige Biwaktour 307 m Neuland, wodurch sich die vermessene Gesamtlänge des DÖF-Sonnenleiter-Höhlensystems auf 22.237 m erhöhte.

Neuer Schacht im Bereich des Tauplitzalm-Plateaus

Am 06. Juni 2010 wurde im Bereich östlich und Südlich des Linzerhauses auf der Tauplitzalm eine Oberflächenbegehung unternommen. Daran beteiligten sich Peter und Robin Jeutter, sowie Robert und Sebastian Seebacher.
In dem bewaldeten und sehr unübersichtlichen Gelände war es ziemlich schwierig nach Höhleneingängen zu suchen. Dennoch gelang es etwa 780 m südöstlich des Linzerhauses am Hirscheck in 1563 m Seehöhe eine bisher unbekannte Schachtöffnung zu entdecken.
Bei einer Befahrung des Schachtes konnte dieser auf 20 m Tiefe und 30 m Länge erforscht und vermessen werden. Leider endet die auf Dalmatinerschacht (1622/52) getaufte Höhle verstürzt. Diese Forschung war Teil eines neuen VHO-Projektes, bei dem versucht wird in eine mögliche, große Höhle unter dem Tauplitzalm-Plateau zu gelangen. Bei mehreren Unternehmungen konnten in diesem Jahr bereits mehrere interessante Ansatzpunkte entdeckt werden.

Mittwoch, 14. April 2010

Auf historischen Pfaden – Die Höhle im Zinkental

Im unwegsamen Gelände an der Ostseite des 1854 m hohen Zinkenkogels (Nordöstliches Dachsteinplateau) wurden im Jahre 1938 von unseren Vorgängern zwei bedeutende Höhlen bearbeitet. Hierbei handelt es sich um vorwiegend horizontal entwickelte Gangpassagen, mit jeweils unerforschten Schächten an deren Ende.

Am 10.04.2010 stiegen Marcel und Peter Jeutter, sowie Robert Seebacher mit Tourenschi zum Zinken auf, um diese Höhlen weiter zu erforschen, bzw. neu zu vermessen.
Mit freundlicher Genehmigung der ÖBF durften wir mit dem PKW bis zur Gsprang-Alm hinauffahren. Von dort ausgehend nahm der Zustieg aber dennoch fast 2 Stunden in Anspruch. Das Gebiet, in dem die Höhlen liegen wurde dann auch rasch gefunden. Leider war es aber auch nach längerem Suchen nicht möglich die Eingänge zu den beiden Objekten (Höhle im Zinkental und Fischmeiseterloch) zu finden.

Etwas oberhalb fanden wir aber einen beeindruckenden, bisher unerforschten, von den Altforschern aber erwähnten Schacht.
Da die Horizontaleingänge zu den Höhlen wohl durch Schnee verschlossen waren, entschlossen wir uns nun diesen Schacht zu erforschen.
Nachdem die Digitalkamera streikte, der Laser-Distanzmesser kurz ausfiel und nun auch noch der Akku des Bohrhammers offensichtlich leer heraufgeschleppt wurde, beschlossen wir den Schacht „Murphy-Schacht“ zu nennen.

Nach einem per Hand gesetzten Spit (gut dass man das auch noch kann) ging es aber zügig durch den 23 m tiefen Einstiegsschacht nach unten. Einem Schräggang folgte ein weiterer 7 m tiefer Schachtabstieg. Bald standen wir am Boden einer kleinen Halle mit schönen Eisfiguren. Dort fanden wir eine aus Steinen errichtete Markierung, die uns zeigte, dass wir wohl von oben in die gesuchte Horizontalhöhle gelangt waren. Tatsächlich führt die Höhle von hier vollkommen horizontal, mit schönen phreatischen Profilen und deutlich bewettert in Richtung Norden. Leider war es aber bald an einer aus Eis gebildeten Engstelle für uns aus und wir konnten die weiterführenden Höhlenteile, bzw. den Eingang nicht erreichen.

Dennoch konnten wir bei dieser Tour 120 m neue Höhlenteile vermessen und den Murphy-Schacht auf Anhieb mit der Höhle im Zinkental (1549/3) verbinden.
Sobald der Schnee geschmolzen ist, werden wir die Forschungen in diesem interessanten Objekt fortsetzen.

Freitag, 1. Januar 2010

Jahres-Abschlusstour ins Ozonloch (DÖF-Sonnenleiter-Höhlensystem)

Von 27. bis 29. Dezember 2009 unternahmen Peter Jeutter und Robert Seebacher eine Forschungstour in das Gebiet der Tauplitz-Hochalm (Trageln). Ziel war die weitere Erforschung des im Vorjahr entdeckten neuen Schachtsystems im Ozonloch.

Ausgehend von der Tauplitzalm erfolgte der Aufstieg mit Schi, jedoch wurde dieser durch die geringe Schneelage erschwert.

Anschließend baute man in der Nähe des Einstiegsschachtes bei starkem Wind und dem letzten Tageslicht auf einer Seehöhe etwa 2000 m das Zelt auf.
Nach einer stürmischen und sehr kalten Nacht stiegen die beiden um 11.30 Uhr in die Höhle ein. Der Abstieg durch die beeindruckende Schachtserie gestaltete sich problemlos und rasch war der bisherige Endschacht in 375 m Tiefe erreicht.

Hier gelang es über mehrere kleine Abseilstellen bis zu einem engen bewetterten Mäander in 404 m abzusteigen. Leider war aber hier kein Weiterkommen möglich. Der erhoffte Durchbruch in Horizontalgänge, welche in diesem Gebiet auf einer Seehöhe von etwa 1600 m entwickelt sind scheiterte also nur wenige Meter über diesem Niveau.

Also galt es das Schachtsystem auszubauen, bzw. diverse Seitenteile zu erforschen und aufzuarbeiten. Zwischen 360 m und 265 m Tiefe konnten 5 weitere Fortsetzungen vermessen werden. Leider erbrachten all diese Ansätze keinen Durchbruch in größere Höhlenteile. Der bedeutendste Seitenast war der Didgeridoo Canyon, welcher bei -265 m ansetzt und bis zu einer Engstelle bei -326 m verfolgt werden konnte. Namensgebend war die äußerst ungewöhnliche Akustik in diesem Höhlenteil. In niederen, steil abfallenden Spalten gibt es noch einige schwierige Fortsetzungen, die nicht mehr näher untersucht werden konnten.


Die Tour konnte auch mit zwei biospeläologischen Funden aufwarten:

In einem Canyon bei – 280 m wurde ein Höhlenkäfer aufgesammelt und beim Abschrauben einer Spitlasche wurde ein darunter sitzender Pseudoskorpion Neobisium aueri angetroffen.

Von -404 m bis -60 m wurden sämtliche Seile ausgebaut, wodurch die Tour ziemlich lang wurde. Erst um 01:45 Uhr erreichten die zwei die Oberfläche und das schützende Zelt.


Insgesamt wurden bei dieser mehr als 14-stündigen Tour 248 m Neuland vermessen, wodurch sich die Gesamtlänge des DÖF-Sonnenleiter-Höhlensystems auf 21.930 m erhöhte.

Freitag, 23. Oktober 2009

Höhlenrettuns-Herbstübung

Am 10.10.2009 fand im Schaubergwerk Annastollen bei Rohrmoos die Höhlenrettungs-Herbstübung des Steirischen Landesverbandes statt. Die Übung fand in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundesheer (Grubenwehr) statt.
Die Einsatzstelle Bad Mitterndorf war mit 6 Personen an der Übung beteiligt. Unsere Gruppe hatte einen Verletzen durch den sehr engen Wetterschacht zu transportieren.

Teilnehmer der Est. Bad Mitterndorf: Ernest GEYER, Christoph LECHNER, Rudolf RIESEMANN, Franz SCHMIDT, Robert SEEBACHER und Hans STIEG

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Dohlenhöhle - eine neue Großhöhle im Warscheneckstock

Am 28.09.2009 wurde nach einer 10-jährigen Forschungspause wieder eine Forschungstour in die Dohlenhöhle (1634/105) durchgeführt. Teilnehmer: Ernest Geyer, Johann Putz und Robert Seebacher. Der Zustieg erfolgt großteils weglos durch die Weißenbacher Mauern und ist teilweise schwierig und ausgesetzt.
Auch die Höhle ist technisch sehr anspruchsvoll und anfangs an eine vom Eingang steil nach oben führende, breite Kluft angelegt. Da die Einbauten aus den 80er-Jahren unbrauchbar geworden waren, mussten sämtliche Seilaufstiege neu erklettert und eingerichtet werden.

Ziel dieser Tour war die Bezwingung eines großen Schlotes über dem Dohlendom. Dieser wurde nun bis in insgesamt 56 m Höhe erklettert, wo ein bedeutender Horizontalgang (Akkordgang) entdeckt werden konnte. Der Schlot setzt sich aber auch noch mindestens 21 m weiter nach oben fort. Dieser Bereich der Höhle war stark bewettert. Der Akkordgang führt in einen größeren Raum (Jubiläumskammer) und setzt sich dann weiter in Richtung Westen fort. Der beeindruckende, stark mäanderierende Gang hat ein linsenförmiges Profil und ist bei einer Breite von meist 5 m bis zu 3 m hoch. Zwei stark bewetterte Seitengänge enden unschliefbar. Der Gangboden ist mit Lehm, feinem Sand und partiell auch mit Sinterplatten bedeckt.
Es finden sich dort auch Stalagmiten. Fledermauskot deutet darauf hin, dass dieser Bereich der Höhle von den Tieren als Winterquartier genutzt wird. Das Ende des Ganges mündet in einen noch unerforschten Schacht mit 15 m Tiefe, der sich auch 17 m nach oben fortsetzt.

Bei dieser 8-stündigen Tour konnten 447,9 m vermessen werden bei einer Ganglänge von 424,7 m. Mit den bereits vermessenen Teilen ergibt sich eine neue Großhöhle auf den Hochangern. Die Gesamtlänge der Höhle erhöhte sich auf 645 m bei einer Niveaudifferenz von 111 m (+92 m, -19 m). Die Horizontalerstreckung beträgt 201 m. Die Höhle hat noch vielversprechende Ansatzpunkte für weitere Forschungen.

Samstag, 26. September 2009

Erforschung der Karstquelle „Bachschläg“ am Loser

Am 18.09.2009 unternahmen Ernest Geyer und Robert Seebcher eine Forschungs- und Vermessungstour in die Quellhöhle „Bachschläg“ am Loser.
Bei dem Objekt handelt es sich um eine auf 1550 m Seehöhe gelegene, starke Karstquelle. Bei der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen ergießt sich ein mächtiger Bach aus dem kleinen Eingang und fließt weit sichtbar als markantes weißes Band über den Südhang der Loser-Niedern.
Im Jahre 1983 gelang es durch Abgraben des Abflusses den Wasserspiegel des 1. Siphons so weit zu senken, dass es erstmals möglich wurde einige Meter in die kleinräumige Höhle vorzudringen. Jedoch versperrt bereits nach etwa 10 m ein weiterer Siphon den Weg.


Nachdem R. Seebacher am 09.09.2009 eine Erkundungstour zum Siphon unternommen hatte, wurde nun versucht gemeinsam mit E. Geyer das Hindernis tauchend zu überwinden.
Es gelang bei dieser Aktion die Höhle auf 35 m Länge zu erforschen und zu vermessen. Dafür mussten 2 engräumige Siphone (4 m lang und 12 m lang) durchtaucht werden. Dahinter setzt sich die Höhle kleinräumig unter Wasser weiter in den Berg fort. Aufgrund der Enge dürfte eine weitere Erforschung schwierig werden.